Unser heutiger Betteinsatz im Altenheim

Oma im BettHeute hatten Hanka und ich wieder unseren Therapiehundeeinsatz in einem Altenheim. U.a. trafen wir bereits auf dem Flur einen Bewohner, den ich unbedingt heute besuchen wollte. Nach kurzem Gespräch wechselten wir um in das Zimmer des Bewohners, der, ehe ich begriff was geschah, Hanka auf sein Bett hüpfen liess. Ich war geschockt, denn noch nie hatte ich zuvor Hanka auf ein Bewohnerbett gelassen. Schnell machte ich Hanka unmissverständlich klar, dass ich das nun wirklich nicht zulassen konnte. Der Bewohner liess aber nicht locker, er wollte Hanka unbedingt zum Schmusen auf seinem Bett haben. Also holte ich meine große Decke aus der Tasche, legte sie auf`s Bett  und erlaubte Hanka auf das Bewohnerbett zu springen. Was nun folgte war eine große Krabbel- und Schmuseeinheit, in der sich Hanka sofort auf die Seite schmiss und mit dem Kopf in den Händen des Bewohners kuschelte – ganz genau so, als würde sie sich jeden Tag bei mir im Bett ihre Schmuseeinheiten abholen. Ich war fassungslos – liess Hanka dann aber doch gewähren. Noch nie zuvor habe ich gesehen, dass Hanka sich so  hingebungsvoll mit einer Fremdperson abgegeben hat – sie und der Bewohner haben im Gegensatz zu mir diesen Einsatz richtig genossen. Im Nachhinein wurde mir erst richtig bewußt, wie groß die Freude von Bewohner und meinem Hund in diesen Minuten wirklich gewesen ist!

Omaim BettEin weiterer Besuch bei einer Bewohnerin des Hauses beschäftigt mich auch jetzt noch nach vielen Stunden. Als ich das Zimmer der Bewohnerin mit Hanka betrat, redete die Dame mit wirren, nicht zusammenhängenden Sätzen auf mich ein. Da ich mir überhaupt keinen Reim dazu machen konnte, rief ich kurz die Stationsleitung ins Zimmer, die mir aber sagte, dass ich mir keine Gedanken machen solle, der Zustand der Dame sei nicht sonderlich ungewöhnlich.  Die Stationsleitung verliess dann das Zimmer und ich musste irgendwie handeln – gehen oder bleiben. Ich entschloss mich zu bleiben und entschied mich dafür, nun Hanka so zu positionieren, dass die im Bett liegende Dame Hanka sehen konnte. In dem Moment in dem die Dame Hanka erblickte, schaute sie mit riesig großen, geöffneten Augen Hanka an und rief mit ganz hoher, freudiger Stimme: „Mein Engelchen…..!“   Ich positionierte Hanka sofort auf einem Stuhl direkt am Bett der Dame und liess sie Hanka ausgiebig streicheln. Es war dann so, als hätte die Dame bei sich einen Schalter umgelegt. Ihre Sätze waren klar und zusammenhängend. Es entstand sogar eine kleine Diskussion zwischen mir und der Dame. Sie erzählte mir von ihrem Sohn und sagte, dass sie früher immer Hunde gehabt habe. Und dann wollte auch sie Hanka unbedingt in ihrem Bett haben. Also holte ich wieder meine Decke aus der Tasche und liess Hanka gewähren. Hanka genoss die Kuscheleinheiten sichtlich und legte ihren Kopf auf den Bauch der Dame. Mir wurde nicht erlaubt, dies zu verhindern! Sichtlich entspannt und fröhlich wiederholte die Dame mehrfach den Satz: „Was für ein schöner Tag heute“.  „Was für ein schöner Tag heute“. „Was für ein schöner Tag heute“! „Was für ein…

Während ich gerade dieses Erlebnis zu Papier bringe, bekomme ich jetzt noch eine Gänsehaut! Bei unserem heutigen Einsatz im Altenheim habe ich ganz besonders gespürt, dass Hanka und ich gebraucht werden!